Im April drehte der Temporärmarkt wieder leicht ins Minus. Die geleisteten Einsatzstunden gingen gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent zurück. Die Marktlage bleibt damit fragil. Auch der Feststellenmarkt zeigt sich mit einem Rückgang von 24,8 Prozent weiterhin anspruchsvoll. Der Iran-Konflikt und die Konjunkturabkühlung sorgen in der Wirtschaft für Verunsicherung und eine zurückhaltende Personalpolitik.
Die Lage ist schwierig – für die Schweizer Wirtschaft und die Personaldienstleister. Umso mehr ist in diesen Zeiten ein chancenorientierter Blick nach vorne gefragt. Von diesem Geist war auch die diesjährige Konferenz unseres Weltverbands in Toronto geprägt. Jonas Prising, Chairman und CEO der ManpowerGroup, brachte es auf den Punkt: «Personaldienstleister werden auch in den kommenden Jahrzehnten Geld verdienen – aber anders als in den letzten 80 Jahren.» Die Diskussionen zeigten auf, wo die Stellschrauben für den künftigen Erfolg liegen: Erstens ermöglicht künstliche Intelligenz der Branche, den Menschen auf Kandidaten- wie auf Unternehmensseite stärker in den Vordergrund zu stellen. Zweitens sind HR-Daten über Kunden und Arbeitsmärkte hinweg der Schlüssel, um nicht nur Lieferant, sondern Partner von Unternehmen zu sein. Drittens dürfte wachsende Regulierung dafür sorgen, dass Personaldienstleister als Compliance-Experten zunehmend gefragt sind. Das Fazit der Konferenz: Trotz anhaltend schwieriger Marktlage bleibt Personaldienstleistung ein gefragter Service der Zukunft.
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