Swiss Staffingindex: Temporärmarkt stabil im Plus

Swiss Staffingindex

Im Juli legte der Temporärmarkt weiter zu: Die geleisteten Einsatzstunden wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent. Der positive Trend der vergangenen Monate setzt sich damit fort. Der Feststellenmarkt bleibt mit einem Rückgang von 13,3 Prozent schwierig. Die Konjunkturentwicklung lässt die Schweizer Unternehmen vorsichtig agieren und sie setzen auf Flexibilität.

Die unterschiedliche Entwicklung von Temporär- und Feststellenmarkt ist nicht allein konjunkturell bedingt, dahinter stehen auch strukturelle Veränderungen. Die neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen: Während die Zahl der Feststellenvermittler zwischen 2010 und 2023 abgenommen hat, ist die Zahl der Temporärfirmen im gleichen Zeitraum gestiegen. Drei Entwicklungen dürften diesen Trend erklären: Erstens erleichtern Digitalisierung, Jobplattformen und zunehmend KI die direkte Rekrutierung – insbesondere bei weniger komplexen Profilen. Zweitens lässt sich die Arbeitgeberverantwortung nicht digitalisieren. Temporärarbeit verbindet diese Verantwortung mit der Flexibilität, die Unternehmen und Arbeitnehmende gleichermassen suchen. Drittens fördern agile Projektteams den Einsatz hochqualifizierter Temporärkräfte, weil sich wechselnde Aufgaben und Projekte nur schwer in klassische Werkverträge fassen lassen. Die Entwicklung zeigt: Personaldienstleistung bleibt gefragt – besonders dort, wo sie Flexibilität mit Arbeitgeberverantwortung verbindet.

Hinweis: Aufgrund eines technischen Fehlers bei der Datenaufbereitung wurden die Indexwerte für das zweite Halbjahr 2025 und das zweite Quartal 2026 korrigiert. Die Interpretation der Branchenentwicklung bleibt davon unberührt. Die aktualisierten Werte sind in den Grafiken und im Cockpit auf der Website einzusehen.

► In unserem Cockpit können Sie die Daten des Swiss Staffingindex interaktiv auswählen und analysieren.

 

Das könnte Sie auch interessieren…